Dienstag, 7. Februar 2012

www.dns-ok.de | Bundestrojaner?

Wie das Bundesamt für IT-Sicherheit bereits im Januar mitteilte hat das IT-Sicherheitsunternehmen Avira vor einem Befall mit der Schadsoftware "DNS-Changer" gewarnt. Eine schnelle und einfache Überprüfung des eigenen Rechners auf Befall mit der Schadsoftware ist durch den Aufruf der Webseite www.dns-ok.de möglich.
Beim Aufruf dieser Internetadresse erhalten Nutzer, deren Computersystem von dem Schadprogramm manipuliert wurde, eine Warnmeldung mit roter Statusanzeige. Die Warnmeldung wird ergänzt durch Empfehlungen zur Reinigung des Rechners und Wiederherstellung der korrekten Systemeinstellungen sowie nun auch durch einen Link zum Reparatur-Tool von Avira. Das Misstrauen der User hängt mit der Aufregung um den sogenannten Staatstrojaner zusammen. Im Oktober hatte der Chaos Computer Club aufgedeckt, dass beispielsweise das Land Bayern die von einer externen Firma entwickelte Spähsoftware unbemerkt auf Privatrechnern installiert hatte. Er konnte mehr, als er durfte: Der Staatstrojaner darf laut den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nur Online-Telefongespräche mithören – aber auch das nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.

Zum Beispiel nach richterlicher Anordnung, nur bei einer konkreten Gefahr und bei schweren Straftaten. Doch nach Angaben des Chaos Computer Clubs kann die Spionagesoftware der bayerischen Behörden weit mehr als nur das Abhören von Gesprächen, die über das Internet geführt werden. So ist der Trojaner in der Lage, weitere Programme nachzuladen und automatisch zu aktivieren. In Folge der Affäre hatten sich Bund und Länder geeinigt, beim Bundeskriminalamt ein Zentrum für Staatstrojaner einzurichten. Die Bundesbehörden erklärten außerdem, sie hätten den kritisierten Trojaner nicht eingesetzt.

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